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29.05.2020 - Die neue Normalität

Am 16. März trat der Beschluss des Bundesrates in Kraft: Lockdown in der ganzen Schweiz. Dieser Entscheid traf einige Mitglieder des Gewerbeverbandes Aarau (GVA) hart. Gleichzeitig bot diese ausserordentliche Situation Chancen für kreative und innovative Lösungen und Ersatzangebote.

Plattformen sind entstanden, neue Arbeitsmodelle eingeführt oder intensiviert worden. Die Corona-Pandemie hat uns alle gefordert und tut es noch immer. Der «neue» Alltag ist geprägt von persönlichen und unternehmerischen Entwicklungen, neuen Arbeitsprozessen und skurrilen Situationen. Der Gewerbeverband hat seine Mitglieder gefragt, welche Erfahrungen sie während des Lockdown gemacht haben. Die Rückmeldungen kamen aus unterschiedlichsten Branchen und Firmen, und doch sind sie überraschend homogen.

Prägende Erfahrungen
Gelassener Umgang mit Unsicherheiten, Flexibilität, «Out-of-the-Box»-Denken und Teamgeist sind wichtige Erfolgsfaktoren in der Krise. «Das Undenkbare kann plötzlich Realität werden», so David Gygax von Gygax Uhren Schmuck Erleben AG. Die Besinnung auf die Kernwerte hilft, im Rahmen der Möglichkeiten exibel zu agieren. Getreu dem Motto «In Lösungen denken, anstatt sich mit Problemen die Sicht zu verbauen». Rosi Luongo von Finocchiaro Parkettdesign GmbH wurde dank Corona wieder bewusst, dass nicht alles selbstverständlich ist. Der Rechtsanwalt und Unternehmensberater Hans Schibli schätzt wieder vermehrt die Planungs- und Rechtssicherheit, die wir in der Schweiz grundsätzlich haben. Und Danièle Turkier von aarau info ist überzeugt, dass die Orientierung an langfristigen Zielen durch die Krise hilft.

Positive Entwicklungen
Die Kommunikation und den Zusammenhalt wollen die Gewerbler weiter stärken. Denn das gute Miteinander hat sich ausgezahlt. So sollen künftig weiterhin Meetings via Onlinetools
stattnden. Das hat auch der Vorstand des GVA entschieden. Eine Mischform aus persönlichen und Online-Treffen soll die neue Vorstandsroutine auszeichnen und die Effizienz und Effektivität erhöhen. Corona hat den einen oder anderen Unternehmer gefordert, Strukturen oder Prozesse anzupassen. So beispielsweise Mathias Baumberger von Linder Blumen GmbH: «Wir haben Anpassungen in Arbeitsabläufen vorgenommen, die wir auch in der vollständigen Normalität weiter beibehalten werden.» Die Freiräume und Gelassenheit, welche die Krise gebracht hat, sollen auch in Zukunft bewusst in den Alltag integriert werden. «Carpe diem» fasste dies ein anderes Mitglied zusammen.

Verrückte Situationen
Die Pandemie hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt und uns vor neue Herausforderung gestellt. So hat Anwalt Urs Hochstrasser alle amtlichen Akten desinfiziert. Mark Haldimann von immo + real estate AG beschäftigte seine Kinder im Homeschooling mit Biologie, Musikunterricht und Informatik, während er und seine Frau in geschäftlichen Online-Meetings beschäftigt waren. Eine stille Büroeröšnung hat wohl noch kaum jemand gefeiert. Pius Götschi von RE/MAX hat kurzerhand anstelle einer Feier einen Wettbewerb lanciert. Rainer Zulauf gelang eine «beügelnde Logistikleistung»: Ein am Zoll stecken gebliebener Flügel konnte trotz Lockdown an den Kunden geliefert werden. Für soziale Nähe trotz Physical Distancing sorgte Tobias Maurer von der Maurer AG und veranstaltete ein Konzert im Innenhof seiner Wohnsiedlung.

Eine Zeit voller neuer Erfahrungen, die wohl alle nicht so schnell vergessen. Alles in allem ist es vielen Gewerblern gelungen, die Krise sportlich zu nehmen und als Chance für Anpassungen hinsichtlich einer neuen Zukunft zu nutzen. Somit bleibt zu hoffen, dass sich die Wirtschaft schnell erholen wird.

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